Diekmann Rrechtsanwälte

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Hannah Deussen

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Kündigung vom Arbeitgeber erhalten? Was jetzt zu tun ist

Was zu tun ist, wenn Ihnen vom Arbeitgeber gekündigt wurde, haben wir Ihnen nachfolgend einmal zusammengefasst:

  1. Melden Sie sich so schnell wie möglich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend, dies sollte spätestens drei Monate vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geschehen. Ist Ihnen dies nicht möglich, haben Sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis vom Beendigungszeitpunkt arbeitsuchend zu melden.
  2. Achten Sie auf die Einhaltung der 3-Wochen-Frist zur Einreichung einer möglichen Kündigungsschutzklage (Haben Sie beispielsweise das Kündigungsschreiben an einen Mittwoch persönlich erhalten, dann haben Sie bis einschließlich Mittwoch in drei Wochen Zeit, um eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einzureichen).
  3. Wenn Ihnen gekündigt wurde, Sie aber nicht gleichzeitig von der Arbeit freigestellt wurden, sollten Sie die verbleibende Zeit an Ihrer Arbeitsstelle auch dazu nutzen, für Sie nützliche Informationen zu sammeln und zu sichern für eine mögliche Kündigungssschutzklage (gibt es z.B. (interne) Stellenausschreibungen? wurde ein anderer, mit Ihnen vergleichbarer Arbeitnehmer nicht gekündigt, obwohl Sie viel länger im Betrieb arbeiten als er usw.)

Gerne sind wir Ihnen deutschlandweit bei der Erhebung einer Kündigungsschutzklage behilflich.

Eine Kündigungsschutzklage können Sie aber auch selbst erheben, denn vor dem Arbeitsgericht besteht in erster Instanz kein Anwaltszwang. Zudem trägt in erster Instanz jede Partei seine Kosten selbst, so dass Sie auch nicht befürchten müssen, im Falle des Unterliegens die Kosten des Arbeitgebers tragen zu müssen.

Änderungskündigung erhalten- Was ist zu tun?

Werden Sie von Ihrem Arbeitgeber durch den Erhalt einer Änderungskündigung vor die Wahl gestellt, entweder das Angebot eines geänderten Arbeitsvertrages anzunehmen oder gekündigt zu werden, sollten Sie folgendes tun:

  • Nehmen Sie das Angebot nicht auf der Stelle an.
  • Überprüfen Sie innerhalb einer Frist von drei Wochen ab Zugang der Änderungskündigung, ob diese wirksam ist und, ob diese ggf. unter Vorbehalt (§ 2 KSchG) angenommen werden sollte.
  • Vor Ablauf dieser Frist sollte entschieden werden, ob die Änderung unter Vorbehalt angenommen wird, denn der Vorbehalt muss dem Arbeitgeber innerhalb dieser Frist zugehen.
  • Auch muss innherhalb dieser Frist eine Entscheidung getroffen werden, ob gegen die Änderungskündigung mittels Kündigungsschutzklage vorgegangen werden soll.

Sollten Sie hierbei Unterstützung brauchen, kontaktieren Sie uns.

Fristlose Kündigung erhalten? Wir helfen Ihnen.

Um einem Arbeitnehmer wirksam fristlos kündigen zu können, muss der Arbeitgeber hohe Hürden überwinden. So muss ein schwerwiegender Grund für die Kündigung vorliegen, der es dem Arbeitgeber unzumutbar macht, die Kündigungsfrist einzuhalten. Die Kündigung muss zudem innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis der Tatsachen erfolgen, die Anlass für die fristlosen Kündigung waren. In der Regel müssen der fristlosen Kündigung auch ein oder mehrere Abmahnungen vorausgegangen sein. Es darf also kein milderes Mittel außer der fristlosen Kündigung zur Verfügung stehen.

Die Erhebung einer Kündigungsschutzklage sollten Sie daher ernsthaft in Erwägung ziehen, insoweit sollten Sie auch die 3-Wochen-Frist ab Zugang der Kündigung im Blick behalten.

Was tun gegen eine Abmahnung vom Arbeitgeber?

Eine Abmahnung vom Arbeitgeber ist wie eine gelbe Karte beim Fussball - sie verändert im Grunde nichts, aber trotzdem muss der Arbeitnehmer von nun an auf der Hut sein. Denn oft bleibt es eben leider nicht bei einer Abmahnung, sondern diese soll auf eine mögliche Kündigung "hinwirken". Daher hier ein paar Tipps, wie Sie sich nach Erhalt einer Abmahnung verhalten sollten:

  • nichts erklären oder unterschreiben, unabhängig davon, ob die Vorwürfe in der Abmahnung berechtigt oder haltlos sind;
  • verfassen Sie ggf. eine Gegendarstellung für die Personalakte, evtl. Verbunden mit der Aufforderung, die Abmahnung aus der Personalakte zu entfernen. Wenn Sie aber merken, dass der Arbeitgeber nur nach einem Grund sucht, Sie kündigen zu können, sollten Sie ihm möglicherweise nicht schon jetzt Ihre Argumente mit der Gegendarstellung liefern. Im einzelnen sollten Sie sich hierzu besser anwaltlichen Rat einholen;
  • stellen Sie sicher, dass Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, die auch den Arbeitsrechtsschutz umfasst. Dies für den Fall, dass in baldiger Zukunft doch die Erhebung einer Kündigungsschutzklage notwendig werden sollte.
  • sichern Sie Dokumente und Informationen, die gegen die Vorwürfe Ihres Arbeitgebers sprechen und tun Sie dies auch für die Zukunft;
  • Lassen Sie sich anwaltlich beraten, wenn sie gegen eine Abmahnung klagen wollen. Denn selbst wenn Sie damit obsiegen würden, ist Ihnen nicht zwangsläufig geholfen. Denn der Arbeitgeber wird nun wahrscheinlich noch genauer darauf achten, wie Sie sich am Arbeitsplatz verhalten.

Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis wird spätestens bei der nächsten Bewerbung relevant. Wichtig ist hier, genau auf die Details und ggf. auch auf vesteckte Hinweise zu achten, denn teilweise steckt hinter scheinbar netten Formulierungen gar kein Lob. Oder es fehlen wichtige Dinge, die Sie geleistet haben oder Fähigkeiten, die Ihnen zuzusprechen sind. Wenn sich der Arbeitgeber weigert, überhaupt ein Zeugnis auszustellen oder stellt er ein zu schlechtes aus, kann das Zeugnis oder eine bessere Bewertung eingeklagt werden.

Ein neuer Arbeitsvertrag - besser prüfen und verhandeln, als sofort zu unterschreiben

Bevor Sie mit Ihrer Unterschrift alles schnell unter "Dach und Fach" bringen, werfen Sie besser einen genauen Blick auf das, was in dem vom Arbeitgeber vorgegebenen Arbeitsvertrag alles geregelt wird. Sollten Sie sich nicht sicher sein, welche Rechte und Pflichten sich für Sie aus dem Vertrag ergeben können oder sollten Sie mit einzelnen Klauseln nicht einverstanden sein, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite (denn natürlich ist auch ein Arbeitsvertrag verhandelbar).